Ob Darm, Nervensystem oder Mineralstoffhaushalt: Balance beginnt im Kleinen. Gerade ab der Perimenopause verändert sich einiges im Körper, das lange kaum Beachtung fand: von der Regulation des Flüssigkeitshaushalts bis zum Mineralstoffbedarf. Wir haben mit Peggy Reichelt, Gründerin von XbyX – Women in Balance, darüber gesprochen, warum Elektrolyte gerade in dieser Lebensphase zum Thema werden und warum eine ausgewogene Mikronährstoffversorgung weit mehr ist als ein Sportthema.
IM GESPRÄCH: PEGGY REICHELT

VITA
Peggy Reichelt ist Gründerin von XbyX – Women in Balance, Food Coach und SPIEGEL-Bestseller-Autorin und Mitinitiatorin der MenoSupport-Studie. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Frauengesundheit ab der Lebensmitte und damit, den Wechseljahren mehr Aufmerksamkeit zu geben und Frauen in dieser Lebensphase zu unterstützen.
1. Elektrolyte kennen viele primär aus dem Sport. Warum sind sie gerade für Frauen ab der Perimenopause ein relevantes Thema?
Elektrolyte sind weit mehr als ein Sportthema. Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Calcium und Natrium sind unter anderem für Muskelfunktion, Energiestoffwechsel und Flüssigkeitshaushalt wichtig. Und genau diese Themen werden für viele Frauen ab der Perimenopause interessanter.
Mit den hormonellen Veränderungen verändert sich auch die Regulation von Wasser und Salz im Körper. Östrogen beeinflusst Mechanismen, mit denen unser Körper Durst, Wasserausscheidung und Flüssigkeitshaushalt steuert. Hinzu kommen bei vielen Frauen Hitzewallungen und Nachtschweiß – und mit Schweiß verlieren wir neben Flüssigkeit auch Elektrolyte.
Ein weiterer praktischer Punkt: Mineralstoffe benötigen vergleichsweise viel Volumen. Wer Magnesium, Calcium & Co. über Tabletten oder Kapseln ergänzt, kennt das: Schnell werden die Tabletten groß oder es sind mehrere Kapseln am Tag. Sie über ein Getränk aufzunehmen, ist deshalb eine unkomplizierte Alternative – und Flüssigkeit gibt es direkt dazu.
Das bedeutet nicht, dass jede Frau ab der Perimenopause automatisch einen Elektrolytmangel hat. Aber es lohnt sich, Flüssigkeits- und Mineralstoffversorgung in dieser Lebensphase bewusster mitzudenken.

2. Hitzewallungen und Nachtschweiß gehören für viele Frauen zu den Wechseljahren. Verliert der Körper dadurch relevante Mengen an Elektrolyten?
Ja, bei Hitzewallungen lässt sich tatsächlich ein Anstieg der Schweißproduktion messen. Und Schweiß besteht nicht nur aus Wasser: Wir verlieren darüber unter anderem Natrium, Chlorid und Kalium. Wie viel, ist sehr individuell und hängt davon ab, wie stark und wie lange jemand schwitzt. Eine einzelne Hitzewallung führt deshalb nicht automatisch zu einem Elektrolytmangel. Aber wenn eine Frau mehrmals nachts stark schwitzt, tagsüber Hitzewallungen hat, zusätzlich Sport treibt oder es sehr warm ist, kommen mehrere Situationen zusammen, in denen Flüssigkeit und Mineralstoffe verloren gehen können.
Wer unsicher ist, wie gut sie versorgt ist, kann das auch ärztlich abklären lassen. Eine Vollblutanalyse der wichtigsten Mineralstoffe kann dabei helfen, den individuellen Mineralstoffstatus genauer anzuschauen.
3. Welche Elektrolyte braucht unser Körper eigentlich – und welche Funktionen übernehmen Magnesium, Kalium, Calcium und Natrium?
Ich sehe Elektrolyte gerne als Team, weil sie ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei und unterstützt Muskelfunktion und Energiestoffwechsel. Calcium ist ebenfalls wichtig für Muskeln und Energiestoffwechsel und natürlich für den Erhalt unserer Knochen. Kalium trägt zur normalen Muskelfunktion und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
Natrium spielt wiederum eine wichtige Rolle für den Flüssigkeitshaushalt und gehört zu den Elektrolyten, die wir beim Schwitzen verlieren. Gleichzeitig nehmen viele Menschen über ihre normale Ernährung bereits reichlich Natrium beziehungsweise Salz auf. Die WHO empfiehlt Erwachsenen insgesamt weniger als 2.000 mg Natrium beziehungsweise 5 Gramm Salz pro Tag.
Deshalb gefällt mir der Ansatz eines ausgewogenen Elektrolytpulvers mit verschiedenen Mineralstoffen in moderaten Mengen besonders gut. Statt einzelne Mineralstoffe sehr hoch zu dosieren, werden sie sinnvoll miteinander kombiniert. Denn auch bei Mineralstoffen gilt nicht automatisch „viel hilft viel“ – hohe Dosierungen können sich je nach Zusammensetzung auch gegenseitig bei der Aufnahme beeinflussen.
4. Gibt es bestimmte Situationen, in denen eine zusätzliche Versorgung mit Elektrolytgetränken besonders sinnvoll sein kann?
Vor allem dann, wenn wir stärker schwitzen oder mehr Flüssigkeit verlieren als an einem normalen Alltagstag. Das klassische Beispiel ist Sport. Aber auch heiße Sommertage, Wandern, Fahrradtouren, Reisen oder ausgeprägte Hitzewallungen und Nachtschweiß sind Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, Flüssigkeits- und Mineralstoffversorgung bewusster im Blick zu behalten.
Natürlich muss nicht jedes Glas Wasser zum Elektrolytgetränk werden. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeit bleiben die Basis.
Für genau solche Alltagssituationen haben wir Klare Aminos + Elektrolyte entwickelt: einen klaren, erfrischenden Drink mit Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium, kombiniert mit Aminosäuren. Er ist bewusst nicht nur für ambitionierte Sportlerinnen gedacht, sondern für aktive Momente und die tägliche Trinkroutine von Frauen.
5. Mit zunehmendem Alter werden Muskelerhalt und eine gute Proteinversorgung wichtiger. Warum kann es gerade für Frauen sinnvoll sein, Elektrolyte mit Aminosäuren zu kombinieren?
Genau diese Kombination finde ich besonders spannend. Denn Studien zeigen: Rund um die Wechseljahre können Muskelmasse und Muskelkraft abnehmen. Umso wichtiger werden Bewegung – insbesondere Krafttraining – und eine gute Proteinversorgung.
Aminosäuren sind die Bausteine unserer Proteine. Die essenziellen Aminosäuren müssen wir über die Ernährung aufnehmen; Leucin spielt dabei eine besondere Rolle im Kontext der Muskelproteinsynthese.
Deshalb wollten wir mit Klare Aminos + Elektrolyte nicht einfach einen weiteren klassischen Elektrolytdrink entwickeln. Wir kombinieren 14 freie Aminosäuren, darunter essenzielle Aminosäuren und mit Leucin im Fokus, mit Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium. Dazu kommen Vitamin C, Taurin und L-Carnitin.
So bringt ein Getränk zwei Themen zusammen, die gerade für Frauen ab der Lebensmitte interessant sind: Elektrolyte plus Aminosäuren für die Eiweißversorgung. Und als klarer, fruchtiger Drink lässt es sich nach dem Sport, an warmen Tagen oder einfach zwischendurch unkompliziert trinken.
6. Bei Elektrolytgetränken denkt man schnell an sehr salzige oder zuckerreiche Sportdrinks. Worauf sollten Frauen bei der Auswahl eines Elektrolytprodukts besonders achten?
Die wenigsten Frauen suchen wahrscheinlich ein Elektrolytgetränk für einen Marathon. Für einen Drink im Alltag, nach dem Training oder an heißen Tagen gelten andere Anforderungen.
Für diese alltägliche Nutzung halte ich zusätzlichen Zucker für unnötig. Rund um die Menopause verändern sich bei vielen Frauen Glukosestoffwechsel und Insulinsensitivität unter anderem im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen und der veränderten Körperzusammensetzung. Ein Getränk ohne zusätzlichen Zucker ist deshalb für die tägliche Routine aus meiner Sicht die sinnvollere Wahl.
Ähnlich sehe ich es beim Salz. Natrium gehört zu einem Elektrolytdrink dazu, aber ein Alltagsprodukt muss davon nicht extrem viel enthalten. Gleichzeitig steigt bei Frauen in der Menopause die Häufigkeit von Bluthochdruck. Klare Aminos + Elektrolyte enthält deshalb bewusst nur 115 mg Natrium pro Portion. Das entspricht rund 0,29 Gramm Kochsalz also ungefähr einer kleinen Prise Salz.
Dazu kommen Kalium, Magnesium und Calcium, 14 freie Aminosäuren und Vitamin C ohne Zuckerzusatz. Und ein Punkt ist mir fast genauso wichtig: Man muss ein Getränk auch gerne trinken. Deshalb schmecken Klare Aminos + Elektrolyte frisch nach Blutorange – fruchtig, süß, sauer und leicht bitter. Mit Sprudelwasser und Eis ist das für mich eher ein erfrischendes Alltagsgetränk als ein klassischer Sportdrink.
WEITERE TIPPS FÜR GESUNDHEITLICHE BALANCE
Mehr fürs Gleichgewicht

BITTERLIEBE
3-in-1-Darm-Komplex
Für alle, die ihrem Darm etwas Gutes tun wollen, ohne fünf Produkte zu jonglieren. Der 3-in-1-Darm-Komplex von Bitterliebe vereint 6 Mrd. Lacto- und Bifidobakterien-Kulturen, Ballaststoffe und Ferzinger® in einer Rezeptur.
ab 49,95 € | bitterliebe.com
NATURTREU
Gold Elixier
Diese Goldene Milch bringt uns abends runter: Das Goldelixier von Naturtreu vereint Kurkuma, Ceylon-Zimt, Lucuma und Ashwagandha mit Piperin für bessere Bioverfügbarkeit – vegan, mild-würzig und ganz ohne raffinierten Zucker. Unser kleines Abendritual.
19,99 € | naturtreu.de


HITCHCOCK
Bio Ingwersaft
Unser Wachmacher ganz ohne Kaffee: Der Bio-Ingwersaft von Hitchcock ist Direktsaft aus frischem Ingwer – scharf, kraftvoll, ohne Zucker oder Konservierung.
4,79 € | hitchcock.de
GEROLSTEINER
Flow
Darmunterstützung einfach mitgetrunken: Gerolsteiner Flow liefert pro Portion (500 ml) 120 mg Calcium, das zur normalen Funktion der Verdauungsenzyme beiträgt, dazu 9 g lösliche Ballaststoffe, rund 30 % des täglichen Bedarfs. Zuckerarm, ohne Süßstoffe.
1,79 € | gerolsteiner.de

EXTRATIPP DER REDAKTION
Bearaby Havenstitch: Schwer schlafen, leicht entspannen
Mit dieser Gewichtsdecke sinken wir gleichmäßig in den Schlaf – und bleiben auch dort. Die Havenstitch-Kollektion von Bearaby setzt auf sanften Druck (Deep Touch Pressure), der dem Körper signalisiert: Du wirst gehalten. Passend zum World Mental Health Day am 10. Oktober in drei Farben und aus 100 % Bio-Baumwolle.
Bearaby wurde 2018 von Dr. Kathrin Hamm gegründet, um mehr Entspannung und Wohlbefinden in den Schlaf zu bringen. Die handgestrickten Gewichtsdecken aus 100 Prozent Bio-Baumwolle stehen für nachhaltiges Design und faire Produktion. Seit Oktober 2024 ist die schnell wachsende US-Marke auch in Deutschland erhältlich.
ab 229 € | bearaby.eu


