Veröffentlicht in

Ein Sommer wie eine Ouvertüre: WALD.WEIT im Rheingau

„Wie aus dem Wald gewachsen: Die vertikale Holzlamellenfassade des WALD.WEIT fügt sich in die bewaldete Hügellandschaft des Rheingau-Taunus-Kreises ein."
© Tim Karapetian

Zwischen Reben, Rheinsteig und Rheingau Musik Festival wird ein neues Hideaway hoch über dem Rheintal zur Bühne für einen unvergesslichen Sommer.

WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat, Außenansicht
Wie aus dem Wald gewachsen: Die geschosshohe Holzlamellenfassade des WALD.WEIT fügt sich in die hügelige Landschaft des Rheingau-Taunus-Kreises ein.
© Tim Karapetian

Es gibt Sommer, die einfach vorbeiziehen. Und es gibt Sommer, die man sich bewusst schenkt. Hoch über den Weinbergen von Kiedrich, eingebettet in 18 Hektar hoteleigenen Wald, liegt seit Februar 2025 ein Ort, der genau das möglich macht: das WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat. Während drinnen die Ruhe des Waldes spürbar wird, erklingt draußen, mitten in der Weinlandschaft, längst wieder das, wofür der Rheingau international bekannt ist – das Rheingau Musik Festival, in seiner 39. Ausgabe noch bis zum 5. September 2026 zu Gast in Klöstern, Schlössern und auf den schönsten Bühnen der Region. Wer beides miteinander verbindet, erlebt einen Sommer, der lange nachklingt.

Lage & Ambiente

Kiedrich, oft als „Schatzkiste der Gotik“ bezeichnet, gehört zu den stillen Schönheiten des Rheingau-Taunus-Kreises: Fachwerkhäuser, ein Renaissance-Rathaus und die gotische Basilika St. Valentin prägen den rund 4.000 Einwohner zählenden Ort. Wer den Wald zu Fuß durchquert, steht nach kurzer Zeit vor Kloster Eberbach – weltberühmt als Drehort von „Der Name der Rose“ und heute eine der eindrucksvollsten Bühnen des Musikfestivals. Auch die Burgruine Scharfenstein und der Fernwanderweg Rheinsteig, der 2025 sein 20-jähriges Jubiläum feierte, liegen in unmittelbarer Nähe. Nach Wiesbaden und Mainz sind es rund 20 Fahrminuten, bis zum Frankfurter Flughafen eine knappe halbe Stunde.

Architektur, die dem Wald folgt

Die Natur war Vorbild für das gesamte Ensemble. Vertikale Holzlamellen greifen die Struktur des angrenzenden Waldes auf und ziehen sich geschossübergreifend über die Fassade der beiden unterirdisch verbundenen Gebäude. Entworfen vom Wiesbadener Büro BGF+ Architekten, verschwimmen innen wie außen die Grenzen zwischen Architektur und Landschaft. Naturstein bietet einheimischen Tierarten sogar Nistplätze. Wer durch die Lobby geht, erkennt schnell: Hier wurde nicht einfach gebaut, sondern in die Landschaft hineingehört.

Balkon mit Holzlamellen und Blick über das Waldtal
Die vertikalen Holzlamellen der Fassade greifen die Struktur des angrenzenden Waldes auf – ein Entwurf des Wiesbadener Büros BGF+ Architekten.
© Tim Karapetian

Zimmer & Suiten

80 Zimmer und Suiten zwischen 25 und 45 Quadratmetern, jedes mit Balkon oder Terrasse und bodentiefen Fenstern, die den Blick auf Wald oder Rheintal freigeben. Naturholz, ruhige Beigetöne und eigens entworfene Möbel sorgen für eine Atmosphäre, die Exklusivität nie laut werden lässt. In den Suiten lädt ein großzügiger Essbereich mit Kühlschrank, Wasserkocher und Kaffeemaschine dazu ein, den Morgen nach einem langen Konzertabend in aller Ruhe zu beginnen.

Schlafzimmer mit geflochtenem Kopfteil
Naturholz, warme Farben, viel Ruhe: Die 80 Zimmer und Suiten des WALD.WEIT laden nach einem Konzertabend zum Ausklingen ein.
© Tim Karapetian
Zimmer mit Esstisch vor bodentiefem Fenster
Bodentiefe Fenster holen den Wald bis ins Zimmer – ein Kontrast, der zur Ruhe kommen lässt.
© Tim Karapetian

Kulinarik mit Rheingau-Akzent

Küchenchef Falk Richter verfolgt im Restaurant WALD.FEIN ein Farm-to-table-Konzept: Wildkräuter aus dem hoteleigenen Garten, zartes Gemüse und Fleisch von Erzeugern aus der Umgebung werden zu Gerichten wie fermentiertem Blumenkohl, Brennnesselsuppe oder Hirschkalbsrücken mit Birkenrinde-Pasta. Aus rund 300 Etiketten wählen Gäste die passende Weinbegleitung, unterstützt durch die Kooperation mit dem Kiedricher Spitzenweingut Robert Weil. Wer es lockerer mag, zieht es in die Rooftop-Bar & Lounge WALD.TROPFEN oder in den Sommergarten mit seinen rund 100 Sitzplätzen am Waldrand, donnerstags bis sonntags geöffnet.

Restaurant WALD.FEIN, Innenansicht
Im Restaurant WALD.FEIN trifft regionale Küche auf Weite: Küchenchef Falk Richter kocht nach dem Farm-to-table-Prinzip, unter anderem mit Kräutern aus dem hoteleigenen Garten.
© Tim Karapetian
Weinkeller mit verglasten Regalen
Rund 300 Etiketten warten im hauseigenen Weinkeller darauf, entdeckt zu werden – in enger Zusammenarbeit mit Spitzenwinzern wie dem Weingut Robert Weil aus Kiedrich.
© Tim Karapetian
Rooftop-Terrasse mit Zweiertisch
Ob zum Sonnenuntergang oder als Frühstücksplatz mit Weitblick: Die Terrassen des WALD.WEIT sind auf jede Tageszeit eingerichtet.
© Tim Karapetian

Ein Hotel als Bühne: das Rheingau Musik Festival

Seit 1987 verwandelt das Rheingau Musik Festival Klöster, Schlösser und Weingüter der Region jeden Sommer in Konzertsäle. Über 170 Konzerte, mehr als 40 Spielstätten, Stars der internationalen Klassikszene: 2026, im 39. Jahr des Festivals, steht Pianist Hayato Sumino als Artist in Residence im Mittelpunkt, ein Länderschwerpunkt widmet sich Großbritannien. Noch bis zum 5. September verwandeln sich Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads und das Wiesbadener Kurhaus in Bühnen für Musik von Klassik bis Jazz.

Besonders für Gäste des WALD.WEIT: Das Hotel selbst zählt zu den offiziellen Spielstätten des Festivals. In der Reihe „Rheingauer Tea Time“ treten sonntagnachmittags international gefragte Solistinnen und Solisten auf – von Lautenist Thomas Dunford über Bratschist Timothy Ridout bis zu Pianist Kit Armstrong. Wer im WALD.WEIT übernachtet, muss für großartige Musik also nicht einmal das Grundstück verlassen.

Musiker im Weinberg
Musik mitten in den Reben: Auch abseits der großen Bühnen sorgt das Rheingau Musik Festival für stimmungsvolle Open-Air-Momente in der Weinlandschaft.
© Steffen Matthes
Konzertabend im Innenhof von Kloster Eberbach
Historische Kulisse, große Klassik: Kloster Eberbach, einst Drehort von „Der Name der Rose“, zählt zu den prominentesten Bühnen des Rheingau Musik Festivals.
© Marco Borggreve

Zwischen zwei Konzerten: Ruhe und Bewegung

Wer zwischen den Konzertbesuchen Bewegung sucht, findet direkt vor der Tür ein Netz aus Wander- und Joggingrouten durch die Weinberge sowie eigene Mountainbike-Flowtrails im hoteleigenen Wald. Wer lieber entschleunigt, gönnt sich eine der Dachsaunen mit Weitblick oder eine geführte Yoga-Einheit im Wald. Ab 2027 ergänzt ein rund 6.500 Quadratmeter großer Spa- und Wellnessbereich mit Infinitypool und Naturbadeteich das Angebot – ein weiterer Grund, diesen Ort nicht nur für einen Sommer im Blick zu behalten.

Rooftop-Terrasse mit Holzliegen
Vom Dach des WALD.WEIT weitet sich der Blick über die Weinberge des Rheingaus bis zum Taunus – die perfekte Kulisse zum Entspannen zwischen zwei Konzerten.
© Tim Karapetian

Ein Wochenende zwischen Wald und Weinbergen, ein Konzertabend in historischen Gemäuern, ein Abendessen mit Blick über das Rheintal: Der Sommer 2026 hält im Rheingau eine seltene Kombination bereit – kulturelle Weite und stille Rückzugsorte, oft nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Das WALD.WEIT liegt genau dazwischen.

Gut zu wissen

WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat · Am Hahnwald 1 · 65399 Kiedrich

www.wald-weit.com

Rheingau Musik Festival: 20. Juni – 5. September 2026

www.rheingau-musik-festival.de

Bildnachweis: WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat