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Next-Level-Auszeit im Sporthotel Zoll

Im Sporthotel Zoll in Sterzing bucht man nicht nur ein Zimmer – man wählt eines von sieben Sportprogrammen, die auf unterschiedliche Bedürfnisse und Leistungsniveaus zugeschnitten sind. Hannah Heubel durfte sich von dem ganzheitlichen Konzept nach der Rest.Revive.Refuel.©-Philosophie überzeugen und am Fitness Health Programm teilnehmen.

Mein Aufenthalt beginnt eigentlich schon vor Anreise: Ich bekomme einen Fragebogen zugeschickt, mit dem zunächst Erwartungen und Zielsetzungen erfasst werden sollen. Tatsächlich komme ich bei einigen der Fragen ziemlich ins Überlegen und merke direkt, wie sinnvoll die bewusste Beschäftigung damit ist. Der Fokus auf das, was ich eigentlich mit der Teilnahme am Fitness Health Programm erreichen will, und welche Bedürfnisse dabei eine Rolle spielen, wird gleich schärfer. Das hilft nicht nur mir, sondern auch den Coaches, die mich später im Hotel betreuen und mit mir einen individuellen Plan entwickeln werden, der auch über den Aufenthalt hinaus weitergeführt werden soll. Kurz danach geht’s auch schon los. Ich reise nach Sterzing, in einen Ort, der aufgrund seiner Lage an der alten Brennerstraße gern für einen Zwischenstopp auf der Durchreise zum Gardasee oder in südlichere Regionen Italiens genutzt wird. Durchschnittlich zwei Nächte verbringen Urlaubsgäste hier.

Foto: Fabian Schaiter

Michael und Kathrin Messner wollen diesen Wert mit ihrem holistischen Konzept nach der Rest.Revive.Refuel.©-Philosophie, mit dem sie im Juni nach umfassender Modernisierung und Restrukturierung an den Start gegangen sind, anheben. Die Geschwister bilden die neue Generation des familiengeführten Hotels, das aus einem ehemaligen Zollgut und späteren Gasthof hervorgegangen ist. Angefangen 1969 mit Gaststube und sieben Zimmern wurde der Gasthof von Familie Messner in den folgenden 50 Jahren zum Sporthotel Zoll ausgebaut. Kein Wunder, dass es in diese Richtung ging: Bewegung liegt in der Familie. Michael und Kathrin sind ehemalige Leistungssportler, Vater Helmut hat bereits fünf Marathons absolviert und kennt als Natur- und Wanderexperte die schönsten Plätze in der Umgebung und Mutter Margit schwimmt gerne und bewegt sich ansonsten als gute Seele extrem viel in der Anlage selbst, um alle Gäste glücklich zu machen.

Michael, Helmut, Margit und Kathrin Messner, die Gastgeberfamilie des Sporthotels Zoll // Foto: Sporthotel Zoll

An der Rezeption erwarten mich nicht nur ein netter Empfang samt kurzer Einführung ins Programm und Wochenplan, sondern auch der praktischste Zimmerschlüssel, den ich mir für die kommenden Tage vorstellen kann: ein Armband mit Chip-Technologie, das auch ruhig mal nass werden darf. Nur einer von zahlreichen Aspekten, die belegen, wie intelligent im Rahmen der Weiterentwicklung des Sporthotels mitgedacht wurde. Erst im Juni eröffnete das Haus nach einem umfassenden Umbau mit dem neuen Konzept eines ganzheitlichen Systems, das Training, Regeneration und Ernährung miteinander kombiniert – wissenschaftlich fundiert und offen für alle, die nach echtem Fortschritt suchen, egal, ob Profi-Athlet, Freizeitsportler oder Aktivurlauber.

Im frisch renovierten Zimmer fallen mir die nächsten smarten Features auf: es gibt neben coolen sportlichen Design-Elementen überdurchschnittlich viel Stauraum und Hängemöglichkeiten (auch im Badbereich), zahlreiche Steckdosen, ein Tablet, das die wichtigsten Infos für die Gäste bereithält, komfortable Möbel und für mich als lichtempfindliche Schläferin besonders toll: elektrische Rollläden, mit denen sich der Raum komplett abdunkeln lässt. Wie wichtig erholsamer Schlaf ist, wird mir im Laufe meines Aufenthalts immer wieder bewusst.

Doppelzimmer
Foto: Fabian Schaiter

Nach einem schnellen Rundgang durch das an einen Fluss grenzende Hauptgebäude samt Stipvisite bei den hoteleigenen Padel- und Tennisplätzen auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht schon das erste Abendessen im Rahmen der reFUEL Vitalpension an – ein 5-Gänge-Menü, bei dem ich täglich zwischen Südtiroler und italienischen Klassikern und sportlichen Gerichten mit der richtigen Nährstoffbalance wählen und diese auch beliebig kombinieren kann. Ich entscheide mich an diesem Abend für Tartar vom Räucherlachs auf Pfirsichsalat, ein Rote-Bete-Süppchen mit Apfel und Ingwer sowie eine in Lakritz (wow!) marinierte Perlhuhnbrust und bin ziemlich geflasht von der grandiosen Optik, die all diese Gänge mitbringen. Zugegeben: Das habe ich von einem Sporthotel so nicht unbedingt erwartet. Der Qualitätsanspruch an das Essen ist aber nicht nur zu sehen, sondern auch bei jedem Bissen zu schmecken, sodass ich mich gut genährt und dabei wohl fühle, als ich ins Bett gehe.


Wie fit bin ich eigentlich?

Der nächste Tag beginnt ausnahmsweise nicht mit dem Frühstück, sondern nüchtern mit dem Body-Check zum Start des Fitness Health Programms. Im Eingangsgespräch schauen die studierte Fitnesstrainerin und Diagnostik-Expertin Kathrin Messner und ich noch mal gemeinsam auf meine Ziele und Wünsche, dann folgt die Bioimpedanzanalyse (BIA), auf die ich besonders gespannt bin. Eine Minute stehe ich mit den Sensoren in den Händen auf der hochpräzisen InBody-Waage, dann spuckt diese sämtliche Daten zu meiner Körperzusammensetzung aus. Kathrin erklärt mir, was die verschiedenen Werte wie Körperfett- und Muskel- und Wasseranteil in den einzelnen Körperteilen und insgesamt bedeuten, und wie sie im Vergleich zum Durchschnitt in meiner Altersgruppe einzuordnen sind. Sofort verstehe ich die Zusammenhänge in meinem Körper besser und bekomme ein Gefühl dafür, wo ein Ungleichgewicht herrscht und warum.

Es folgt das Functional Movement Screening, für das wir verschiedene Mobility-Übungen und Bewegungsabläufe durchgehen, um die Beweglichkeit der Sprunggelenke, Schultern, Hüfte oder Brustwirbelsäule zu testen. Bei der Anzahl an Liegestützen bleibe ich deutlich unter dem Wert, den ich mir zugetraut hätte und auch sonst identifizieren wir so einige Blockaden und Einschränkungen, die mir absolut nicht bewusst waren und ab sofort unbedingt mehr Aufmerksamkeit erfahren sollten. Zum Abschluss geht’s noch auf den ersten Skillcourt Italiens, um das Zusammenspiel von Gehirn und Körper auf die Probe zu stellen. Mein Brain Age? Wollt ihr lieber nicht wissen.

Das Wissen in die Tat umsetzen

Auf Basis dieser umfassenden Analyse bekomme ich meinen individuellen Trainingsplan, der über den Hotelaufenthalt hinaus für die kommenden zwölf Wochen gilt, sowie persönliche Empfehlungen, welche Einheiten und Coachings oder Module konkret in dieser Woche für mich passen. Wer möchte, kann weitere Diagnostik-Leistungen wie Spiroergometrie, eine Lauf- oder Stoffwechselanalyse dazubuchen. Die Idee, mit einer solchen Analyse zu starten, um eine fundierte Wissensbasis für das richtige, individuelle Training zu schaffen, geht auf: Mein Interesse ist geweckt, ich fühle mich gut informiert und vor allem äußerst motiviert, die neu gewonnenen Erkenntnisse ab sofort für mein Training zu nutzen. Nicht einfach irgendwie, sondern richtig.

Nun aber erst mal zum Frühstück: am reichhaltigen Buffet mit allem, was man für einen ausgewogenen Start in den Tag und speziell mit Blick auf sportliche Aktivitäten braucht, fällt mir vor allem der TCM Energizer auf. Ich liebe auch die selbstgemachten Energyballs und Müsliriegel, die einem nicht nur genug Power, sondern in Kombi mit einem frisch gepressten Saft aus Sellerie, Äpfeln, Karotten und Ingwer auch direkt ein gutes Gefühl verpassen. Den weiteren Tag nutze ich für eine rund zweistündige Wanderung, nach der ich mich am Nachmittagsbuffet mit einer gesunden Bowl stärke, außerdem für eine Yoga-Einheit im Rahmen des Aktivprogramms und eine Entspannungseinheit mit Whirlpool und Dampfbad im frisch renovierten Wellnessbereich, bevor es zum zweiten Abendessen ins Zoll Steakhouse geht. Als Teil des neuen Hotelkonzepts steht dieses auch Nicht-Gästen offen und bietet Hotelgästen mit längerem Aufenthalt als Abwechslung zum Menüprinzip hochwertige Steaks, Burger und mehr. Große Empfehlung!

Bewegen im High-End-Gym, Regenieren im Recovery Lab

Zum Start in den nächsten Tag habe ich mich für eine halbstündige Mobility-Einheit entschieden, nach der ich mir vornehme, diese einfachen, aber effektiven Bewegungen und Stretching-Methoden von nun an unbedingt in den Alltag zu Hause zu integrieren. Mit meinem eigenen Trainingsplan geht es dann später endlich in das Herzstück des Sporthotels: Im 700-qm-großen Performance Center erwarten mich nicht nur modernste Geräte, eine große Auswahl an weiterem Equipment und eine Hyrox-Area, sondern auch Coach Lukas, der mich im Rahmen eines Personal Trainings einmal durch meinen neuen Trainingsplan begleiten wird. Diese im Programm einmalig enthaltene 1:1-Betreuung ist super, um Fragen zu klären, das Ausführen der Übungen sauber einzuüben und mögliche Probleme zu identifizieren.



Im Anschluss bin ich durchaus geschafft, die Muskeln sind müde. Ein Zeichen für effektives Training, nach dem es aber genauso wichtig ist, vernünftig zu regenerieren, wie Lukas mehrmals betont. Denn: „Wer Ruhe vernachlässigt, verhindert Fortschritt.“ Regeneration wird im Sporthotel Zoll daher nicht einfach als Pause oder Wellness-Zugabe verstanden, sondern als aktiver Teil des Programms. Nach 20 Minuten in der Kompressionshose geht es dafür ins Recovery Lab, wo drei Cold Tubs, Dry Floating mit optionalen Achtsamkeits- und Atemübungen sowie Kältetherapie zur Verfügung stehen, um die optimale Erholung von Geist und Körper zu fördern. Die Überwindung, für mindestens drei Minuten in das sieben Grad kalte Wasser zu steigen, lohnt sich: der Körper fühlt sich erfrischt an, die Gedanken sind klar. Der abrupte Kältereiz regt die Durchblutung an, Mikro-Entzündungen werden gelindert und die Regeneration der Muskeln beschleunigt. Eine sicherlich herausfordernde Erfahrung, die ich jedoch absolut empfehlen kann!

In den nächsten Tagen probiere ich im Rahmen meiner Recovery-Einheiten noch die von Lukas empfohlene Kombination aus Kältetherapie und anschließenden 30 Minuten Dry Float im Warmen aus, wobei sich Körper und Nervensystem komplett entspannen, so dass ich beinahe einschlafe. Diese Art der Tiefenentspannung ist etwas, das mir im stressigen Alltag zu Hause so gut wie unmöglich erscheint – umso mehr genieße ich diese außergewöhnliche Möglichkeit hier. Über das täglich zugängliche Angebot des Recovery Labs hinaus, können verschiedene Massagen und Physiotherapie-Einheiten gebucht werden.

Am Abend belohne ich mich mit einem Menü aus Käseknödel auf Guacamole-Creme, köstlichem Sous-vide gegartem Rindfleisch in Bärlauchkruste und einem Ricotta Tartelette mit Mandelcrumble und Waldfrüchten als Dessert, das keine Wünsche offenlässt. Und: weil es noch recht früh ist und der Wellnessbereich des Hotels bis 22 Uhr geöffnet hat, (was ich einmal mehr gut durchdacht finde!) husche ich noch mal in die so wohltuend aromatisierte Kräutersauna (55 bis 60 Grad) für meine persönliche Abschlussentspannung.

Foto: Hannes Niederkofler



Diese dient gleichzeitig als Vorgeschmack auf einen längeren Aufenthalt im schönen Wellnessbereich mit verschiedenen Aufgüssen in der Eventsauna, wohltuendem Dampfbad, Infrarotkabine und den gemütlichen Ruheräumen am nächsten Tag. Natürlich erst nach einer Pilates-Einheit am Morgen und dem geführten Kleingruppentraining im Rahmen des Fitness Health Programms am Nachmittag, das täglich angeboten wird und auch noch mal ordentlich Spaß und Motivation bringt. Zwischendurch probiere ich immer mal wieder verschiedene Übungen auf dem Skillcourt aus, der körperliches Bewegungstraining mit kognitiven Aufgaben verbindet und es mir wirklich angetan hat, weil in nur wenigen Minuten ein intensiver Fokus- und Stress-Reset erfolgt und Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit effizient trainiert werden können.

Foto: Hannah Heubel

Mein letzter Tag beginnt mit einem 5-km-Morgenlauf mit Vera, die im Hotel als Ernährungsberaterin tätig ist und Gäste gerne mit auf eine Joggingrunde nimmt. Beim anschließenden gemeinsamen Frühstück mit ihr gibt es wertvolle Ernährungstipps und die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ich lerne, wie wichtig es ist, zu frühstücken und das Frühstück nach dem restlichen Tag und mit Blick auf die geplante Aktivität auszurichten, erfahre darüber hinaus, welchen Anteil Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine haben sollten und wie ich auf die richtige Menge Proteine komme. Im besten Fall weiß man generell schon, was man im Ruhezustand an Kalorien verbraucht (Check, dank der BIA zum Start meines Aufenthalts!) und kann mit dieser Wissensbasis auch hier wieder punkten. Alle, die sich noch intensiver mit dem Thema Ernährung beschäftigen wollen, können ein umfassendes Beratungsangebot nutzen, außerdem werden verschiedene Workshops und auch Kochkurse angeboten. Einige wertvolle Tipps und Infos von Vera findet ihr demnächst auch noch auf glowmag.de!

Und danach?

Nach fünf Tagen mit vielseitiger Bewegung vom Training im Gym über Wandern und Mountainbiken in der Natur, Padel, Schwimmen, Pilates und Klettern (das Sporthotel Zoll verfügt sogar über eine eigene Indoor-Kletterwand), erholsamen Recovery-Einheiten und Wellness-Momenten sowie gut ausbalancierten Mahlzeiten ist es langsam Zeit, mich zu verabschieden. Beim Abschlussgespräch werden anhand eines weiteren Fragebogens ein erstes Fazit gezogen, offene Fragen geklärt und die kommenden Wochen besprochen. Zum Programm gehört nämlich auch die Weiterbetreuung nach dem Aufenthalt mittels App, wodurch vermieden werden soll, dass das gesetzte Ziel nach Verlassen des Hotels aus den Augen gerät und die neu gewonnene Motivation und Struktur zu schnell verfliegen. Nach zwölf Wochen steht ein Follow-Up-Termin an, zwischendurch kann man sich per App oder Live-Call bei den Coaches vor Ort mit Fragen zum Plan melden oder ein paar motivierende Worte abholen. Ein Service, der keinesfalls selbstverständlich ist und den ganzheitlichen Ansatz des Konzepts mit den drei Säulen aus Regeneration, Bewegung und Ernährung wunderbar unterstreicht. Sportbegeisterte – ob Profi-Athlet, Freizeitsportler oder Aktivurlauber, Alleinreisende, Paare oder Familien –, die ihren Körper besser kennenlernen, ihm etwas Gutes tun, Motivation und Struktur gewinnen und nachhaltigen Fortschritt erreichen wollen, sind hier genau richtig.

Bei Abreise habe ich nicht nur eine bunte Mischung an getragenen Sportklamotten im Gepäck, sondern auch wertvolles Wissen, eine große Portion Motivation, neu gewonnene Struktur und einen klaren Plan sowie Lust auf alles, was mir in Sachen Bewegung und Ernährung guttut. Und vor allem: ganz viel Dankbarkeit für diese sportliche und gleichzeitig so schön familiäre Next-Level-Auszeit in Südtirol!

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performance center
Foto: Fabian Schaiter

Sporthotel Zoll ****

• 38 Doppelzimmer und Studios (2-5 P.) und 8 Apartments (bis zu 6 P.)
• 7 Programme (ab 2 bis 14 Nächte): Running Elite, Bike Excellence, Hyrox Performance,
Fitness Health, Athletes Pro Performance, All Access Pro, Vitalpina Outdoor Active
• 700 m² modern ausgestattetes Performance- und Recovery-Center mit Hyrox-Areal, Skillcourt, Cold Tubs und Dry Float
• Wellness-Landschaft mit drei Saunen, Dampfbad, Infrarot, Pools und Ruheräumen
• Padel, Tennis, Volleyball, Indoor-Klettern, E-Bike-Verleih und Aktivprogramm

sporthotel-zoll.com